"Alois Selker ganz persönlich": Von Regeln und Lostagen

Jetzt ist das neue Jahr schon wieder mehr als ein Monat alt – ich hoffe, ihr seid alle gut und gesund ins Jahr 2021 gestartet!

Mein heutiges „Alois Selker: ganz persönlich“ dreht sich um Regeln, Lostage und darum, dass wir nicht immer alles im Leben beeinflussen können…

An den Anfang möchte ich aber ein großes DANKE stellen. Mein persönlicher Blog feiert in diesen Tagen seinen 2. Geburtstag (hier geht es zum Blog, mit dem allen begann) – und das bedeutet, dass nicht nur mir das Format ans Herz gewachsen ist, sondern auch viele von euch regelmäßig meine Gedanken lesen. Und das stimmt mich richtig dankbar, weil es mir zeigt, dass ein offener Austausch wichtig ist und geschätzt wird. Und das würde ich mir auch ganz generell für Österreich wieder mehr im neuen Jahr wünschen.

Seit knapp einem Jahr bestimmt das Corona-Virus und immer wieder andere Regeln so vieles in unserem Alltag und wir leben mit einer neuen Normalität, die wir nicht oder nur teilweise bestimmen können. Aber darüber will ich heute gar nicht mehr schreiben – es ist, wie es ist und am Ende wünsche ich mir einfach Gesundheit. 

 

Regeln sind aber auch das Stichwort für meine heutigen Gedanken, genauer gesagt Bauernregeln und Lostage. Denn wir Landwirte leben Tag ein Tag aus mit der Natur und dem Wetter und damit, dass wir vieles nicht beeinflussen können, aber immer das Beste daraus machen. Eigentlich auch ein schönes Motto für 2021.

Bauernregeln sind regionale Volksweisheiten, die sich auf das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft beziehen. Damit sie leichter zu merken sind, sind sie meist in Reimform geschrieben.

Schon immer war es für die Landwirtschaft, die ja stark vom Wetter abhängig sind, von großer Bedeutung, abschätzen zu können, wie sich das Wetter mittelfristig entwickeln wird –zum Beispiel für die Aussaat, den Beginn der Ernte usw. Daher gab es bereits im Altertum Wetterregeln, die aus Beobachtung nacheinander folgender Umstände entstanden sind. Aus der genauen Beobachtung des Wetters wurden Vorhersagen und Rückschlüsse auf nachfolgende Ereignisse getroffen. So entstanden im Laufe der Zeit Bauernregeln, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. 

Lostage sind nach altem Volksglauben besonders ausschlaggebend für die Entwicklung des Wetters in den kommenden Wochen. „Los“ wird dabei im Sinne von „Geschick“ verwendet. Die Lostage orientieren sich nach dem Heiligenkalender des Kirchenjahrs und werden von Jänner bis Dezember geordnet, beispielsweise Mariä Lichtmess am 2. Februar mit der Bauernregel „Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt's noch sehr viel Schnee und Eis.“

Bauernregeln liegen nach einigen Quellen mit 60 bis 70 % „Trefferquote“ durchaus oft richtig. Wobei sich diese Quote wohl in den nächsten Jahrzehnten verschlechtern wird - - Stichwort: Klimawandel. Noch können wir nicht genau sagen, wie sich beispielsweise bekannte und immer wieder kehrende Wettermuster in Österreich – gerade im Alpenraum –in Zukunft verschieben werden. Möglicherweise verschwinden bekannte Zyklen in Zukunft oder anders ablaufen und typische Wetterlagen weniger oft auftreten. Ob bzw. wie schnell sich damit auch die Bauernregeln ändern, bleibt- wie so vieles im Leben, gerade mit der Natur - offen. Ich würde mir wünschen, dass wir alle zusammen mehr auf unsere Umwelt schauen und damit auch künftige Generationen noch auf altes Wissen zurückgreifen können. 

 

Mit zwei Bauernregeln aus dem Jänner, die ich nach dem Blick aus dem Fenster, besonders zutreffend find, verabschiede ich mich für heute von euch. Nochmals DANKE, dass ihr ein Stück des Weges mit mir und uns gemeinsam geht. G’SUND BLEIBEN!

 

Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt’s zur Ernt’ viel Korn und Klee.

 

Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.

 

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